Neuer Newsletter

von Interkultureller Dienst Ehrenfeld, am 27.01.2012 in Arbeit und Beruf, Migration, Politik

Väter in Bewegung


 Liebe Leserin, lieber Leser,

in dieser Ausgabe des Newsletters geht es um den Schwerpunkt „Väter in Bewegung“.

Mit dem ersten Beitrag zum Thema „Väterarbeit in Deutschland. Grundlagen
und Entwicklungen - Interkulturell“ stellt uns Michael Tunç von „Väter in Köln“
(Vink) seine wissenschaftliche Arbeit als Basisgrundlage für die Arbeit mit Vätern
zur Verfügung.

Das Redaktionsteam des Newsletters lud Dr. Cengis Deniz im September 2011
zum Vortrag „Väter mit Migrationshintergrund stärker in die Erziehung der Kinder
mit einbeziehen“ nach Ehrenfeld ein.
Auch seinen Beitrag finden Sie in unserem Newsletter, wobei hier praktische
Beispiele der Arbeit mit Vätern mit Migrationshintergrund in den Focus genommen werden.

In den anschließenden Beiträgen stellen Ehrenfelder Einrichtungen ihre Väterarbeit vor.
Es werden Angebote sowohl in Köln-Ehrenfeld, als auch in anderen Stadtteilen
benannt, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.
Abschließend wird auch in dieser Ausgabe auf eine Reihe von Veranstaltungen
hingewiesen, zu denen Sie herzlich eingeladen
sind.


Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen
Mit herzlichen Grüßen
Hanna Verbrüggen

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Wirges geehrt

von M.Baumgartner - eva e.V., am 25.01.2012


Bezirksbürgermeister ist Ehrendomstädter

Ehrenfeld (sf). Einen beeindruckenden Auftritt zeigten die Domstädter beim karnevalistischen Empfang des Bezirksbürgermeisters Josef Wirges: Bei der Karnevalsparty in den Räumen der evag GmbH, einer Einrichtung, die Arbeitsuchende bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt, zog der Musikverein mit Orchester, Bigband und Musikzug auf. 

Höhepunkt des Auftritts war die Ernennung von Josef Wirges zum Ehrendomstädter. Ihm zu Ehren wurde anschließend das Kirchenlied "Amazing Grace" angestimmt. Bereits seit acht Jahren veranstaltet der Bezirksbürgermeister einen karnevalistischen Empfang und erweist den rund 50 Ehrenfelder Karnevalsvereinen so selbst die Ehre. Viele Mitglieder der Vereine waren zur Party geladen und erlebten neben dem Auftritt der Domstädter noch zahlreiche weitere Programmpunkte: die Kölschen Adler, Papallapap, den Musikzug Ihrefelder Cheyenne, das Gardecorps Grün-Weiß Köln, das Kölner Kinderdreigestirn, die Tanzgruppe Kölsche Harlequins sowie die Jugendtanzgruppe Kammerkätzchen und Kammerdiener. Alle Künstler traten ohne Gage auf, denn die meisten von ihnen haben einen Bezug zu Ehrenfeld. 
Josef Wirges freute sich am Ende: "Dieser Empfang macht jedes Jahr wieder Spaß."

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Gipfeltreffen zu Bahnbögen geplant

von M.Baumgartner - eva e.V., am 24.01.2012


 Der Weiterbau der Moschee, die Bürgerbeteiligung zum Helios-Gelände, der Güterbahnhof – in Ehrenfeld verändert sich so einiges. Was im Jahr 2012 im Stadtbezirk Ehrenfeld ansteht, schildert Bürgermeister Josef Wirges.
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Seit Jahren ein Schandfleck: Die Dauerbaustelle der Bahnbögen an der Bartholomäus-Schink-Straße. (Bilder: Rösgen)
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Herr Wirges, die Probleme beim Moscheebau waren im vergangenen Jahr auch über Köln hinaus ein Thema. Die Fertigstellung ist für den Sommer diesen Jahres geplant. Derzeit sieht es aber nicht danach aus. Wie schätzen Sie – auch als Mitglied des Moscheebeirats – die Situation ein?

Josef Wirges: Ich hoffe, dass es zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen der Bauherrin und dem Architekten kommt. Noch bin ich zuversichtlich, dass die Moschee bis spätestens Juli fertiggestellt und eröffnet werden kann. Als Beirat begleiten wir den Bau mit einer kritischen Solidarität. Unseren Unmut über die Informationspolitik haben wir zum Ausdruck gebracht, aber wir mischen uns nicht in die baurechtlichen Belange ein. Inzwischen ist zur neuen Führung der Türkisch-Islamischen Union Ditib wieder ein Vertrauensverhältnis entstanden.

Das zweite große Thema des Jahres wird die Bürgerbeteiligung zum Helios-Gelände sein. Bald schon werden die Arbeitsgruppen gebildet. Glauben Sie, dass es gelingt, einen tragfähigen Kompromiss zu finden als Basis für die weitere Planung?

Wirges: Die Auftaktveranstaltung hat gezeigt, dass das Interesse in der Bevölkerung nach wie vor stark ist. Ich plädiere in jedem Fall für die Bildung einer weiteren, also vierten Arbeitsgruppe, um möglichst viel an Ideen für die weitere Entwicklung des Geländes sammeln zu können. Ich bin überzeugt, dass ich als Politiker dabei vieles lernen kann.

Worauf wird es denn Ihrer Meinung nach hinauslaufen?

Wirges: Ich bin überzeugt, dass es eine breite Mehrheit gegen ein Einkaufszentrum auf dem Helios-Gelände gibt. Eine inklusive Schule, wie sie das Schuldedezernat und die Universität vorgeschlagen haben, wäre bestimmt ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Bezirk. Ideal wäre es, wenn dies als Ergebnis der Bürgerbeteiligung zusammen mit dem Bau von Wohnungen und dem Erhalt des Veranstaltungslokals „Underground“ auf den Weg gebracht werden könnte.

Gleich neben dem Helios-Gelände scheint es an den Bahnbögen entlang der Bartholomäus-Schink-Straße und der Hüttenstraße vollends zum Stillstand gekommen zu sein. Wird es dort irgendwann einmal die schon seit Jahren versprochene Flaniermeile geben?

Wirges: Die Zustände sind in der Tat nicht mehr länger hinnehmbar. Bürger und Politiker sind inzwischen sehr verärgert darüber, dass von dem, was seit sechs Jahren immer wieder angekündigt wird, so gut wie nichts verwirklicht wurde. Ich habe mich an den Oberbürgermeister Jürgen Roters gewandt. Gemeinsam werden wir voraussichtlich im April zu mehrtägigen Gesprächen einladen. Eine Art Gipfelkonferenz also. Dazu sollen die Deutsche Bahn als Eigentümerin, die Bahnbögen GmbH als Pächterin und Vertreter der Politik kommen. Ich erhoffe mir davon einen Durchbruch.

Wie soll der aussehen?

Wirges: Ich will ein Gesamtkonzept für den gesamten Bereich zwischen Venloer und Stammstraße. Also sowohl für das Entree an der Venloer Straße mit den Zugängen zum Bahnhof und zur U-Bahn. Dort soll ja auch überlegt werden, wie die dortige Gedenkstätte für die Edelweißpiraten aufgewertet werden kann.Dann müssen natürlich Perspektiven für die Bartholomäus-Schink-Straße und die Hüttenstraße entwickelt werden. Vielleicht muss dabei auch das Konzept der aufwendig gestalteten Flaniermeile abgespeckt werden, je nachdem was für finanzielle Möglichkeiten der Pächter der Bahnbögen überhaupt hat. Schließlich muss auch der Bahnhofsvorplatz, also der Gerhard-Wilczek-Platz, in die Überlegungen einbezogen werden.

Wird sich in diesem Jahr auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Ehrenfeld etwas tun?

Wirges: Davon gehe ich aus. Inzwischen ist die zuvor etwas komplizierte Eigentümersituation geklärt. Das gesamte Areal befindet sich nun im Besitz der Aurelis-Gesellschaft. Ich sehe gute Chancen, dass die Kreativ-Wirtschaft hier Produktionsstätten und Wohnmöglichkeiten erhält. Hier soll ja beides – Wohnen und Arbeiten – miteinander verbunden werden. Eine zentrale Rolle spielt für die Idee eines Design-Quartiers aber auch die Sicherung des Standortes für das Arbeitslosenprojekt „Jack in the Box“.

Was ist mit dem Rochusplatz in Bickendorf? Es gibt mehrere Planungsvarianten. Wie sehen Sie die Chancen für den Vorschlag, durch die Verlegung der Venloer Straße dort einen echten Platz zu schaffen?

Wirges: Der Vorschlag, den Sie da ansprechen, ist nicht unflott. Leider spricht die schwierige Finanzsituation der Stadt nicht unbedingt dafür, dass er auch umgesetzt werden kann. Aber da will ich niemandem vorgreifen. Außer Frage steht für mich, dass es noch in diesem Jahr zu einer Entscheidung über den Rochusplatz kommen muss.

Das Gespräch führte Heribert Rösgen

Zur Person

Josef Wirges (59) ist seit 1996 Bürgermeister des Stadtbezirks Ehrenfeld. Der beruflich als Gesamtbetriebsratsvorsitzender beim Deutschen Städtetag tätige Neuehrenfelder gehört der Bezirksvertretung seit dem Jahr 1979 als Mitglied der SPD-Fraktion an. Die Bezirksvertretung hat 19 Mandatsträger, der die Fraktionen von SPD (6 Mitglieder), Grünen (6) und CDU (4) sowie drei Einzelvertreter (FDP, Linke, Pro Köln) angehören. DerStadtbezirk Ehrenfeld hat rund 105 000 Einwohner und umfasst die Stadtteile Ehrenfeld, Neuehrenfeld, Bickendorf, Ossendorf, Vogelsang und Bocklemünd-Mengenich. (Rös)

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31.01.2012, Ort: Familienhaus Ossendorfpark

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04.02.2012, Ort: Aula des Berufskollegs Ehrenfeld, Weinsbergstraße 72 (Eingang Piusstraße)

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07.02.2012, Ort: Familienhaus Ossendorfpark

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