Eltern erschaffen Paradies im Hinterhof

eingestellt von Redaktion (Koeln-vernetzt.info Team), am Freitag, 5. März 2010

Die Kindertagesstätte „Rio“ bekommt im Innenhof der Platenstraße einen neuen Garten. Ein Landschaftsarchitekt, dessen Enkel den Kindergarten besucht, plant die Spielfläche ehrenamtlich. Die Familien wirken bei den Arbeiten mit.

Ehrenfeld - Ohrenbetäubend dröhnt der Presslufthammer und zerkleinert Betonbrocken, die tief in den Boden hineinreichen. „Das war einmal das Fundament eines alten Klettergerüsts“, erklärt Bettina Beltz vom Vorstand des Trägervereins der Kindertagesstätte „Rio“ in der Platenstraße. Vom Gerüst ist nun ebenso wenig übrig wie vom Rest des Außenspielgeländes. Mit einem Bagger, Schaufeln, Spaten und Schubkarren haben einige Eltern den Grund in eine Art Mondlandschaft verwandelt mit tiefen Furchen und Kratern.

Nur die größeren Bäume blieben stehen. Dass man sich hier im Hinterhof-Areal zwischen Platen-, Marien- und Senefelderstraße mehr vorgenommen hat als eine bloße Verschönerung des Geländes, ist unschwer zu erkennen. „Daraus wird einmal ein Paradies“, ist sich Bettina Beltz sicher, obwohl es nach dem ersten Wochenende noch gar nicht danach aussieht. Doch sie und die fleißigen Eltern, die noch bis April an den Wochenenden ehrenamtlich schwere Schubkarrenladungen durch die Gegend wuchten, graben und schippen, bis der Rücken schmerzt und die Hände Blasen bekommen, haben bei ihrem ehrgeizigen Projekt fachliches Know-How eingebunden, wie es qualifizierter kaum sein könnte.

Siegfried Knoll ist Landschaftsarchitekt, Inhaber eines renommierten Büros in der Nähe von Stuttgart, mehrfach ausgezeichnet für Projekte und zudem Lehrstuhlinhaber an der Hochschule Nürtingen. Der Grund für sein Engagement in Ehrenfeld ist leicht erklärt: Ein Enkelkind besucht die Einrichtung in der Platenstraße, die sich das Gebäude eines ehemaligen Kinos mit einem freien Theater, der „Bühne der Kulturen“, teilt.

Kinder wirken bei Neugestaltung mit

Knoll erklärt das scheinbare Chaos: „Als erstes legen wir ein Drainage-System, damit Regenwasser schnell wieder abfließen kann“, sagt Knoll und deutet auf die langen gelben Kunststoffrohre, die später im Boden verschwinden sollen. Auf einem detaillierten Plan ist bereits zu erkennen, wie das Gelände in etwa vier Wochen aussehen soll: „Dort hinten wird bepflanzt, hier vorne entsteht eine Sandgrube, daneben ein großes Bewegungsspielgerät und links wollen wir ein kleines Theater bauen“, erläutert Knoll mit weit ausladenden Handbewegungen.  ...

Den vollständigen Artikel finden Sie auf der Homepage des Kölner Stadtanzeigers.


 

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